Tomaten und Grünkohl im Garten von Anke Plehn

Obst & Gemüse

Das macht den Unterschied

Ein Beitrag von Anke Plehn

Schon oft habe ich Tomaten selbst gezogen und war überzeugt, dass sie im Garten ohne Schutz vor Regen gut gedeihen können. 2024 wollten die Tomaten nicht so recht fortkommen, auch der Kohl und die Salatpflänzchen mickerten. Fast aufgefressen von Schnecken, wollte ich retten, was zu retten ging.

Da ich mich sehr mit den Unterschieden in den biologischen und ökologischen Wirkungen von dem, was wir tun – auch beruflich – befasse, kam für mich weder das Bekämpfen der Schnecken noch ein Düngen mit Chemie infrage. Was aber tun?

Ich glaube daran, dass wir statt alles zu bekämpfen, nach den Ursachen fragen müssen und uns mit allem verbunden fühlen, endlich konsequent als Teil der Natur verstehen sollten. Schließlich sind wir mit allem Eins.

Das bedeutet, dass im Kreislauf der Natur alles, was wir den Pflanzen, Tieren, Mikroorganismen antun, in Boden, Wasser, Luft einbringen, irgendwann in unseren Körper gelangt.

Die Erinnerung an meinen Großvater half: er setzte auf die Stärkung der Vitalität der Pflanzen, schickte uns Kinder mit Eimerchen und Schaufel auf die Straße zum Pferdeäpfel aufsammeln, wenn die Pferdekutsche mit den Eisstangen zum HO (Handelsorganisation in der DDR) vorbei gefahren war. Er düngte mit Brennnessel- und anderen Kräuterlaugen und er schenkte seinen Pflanzen viel viel Aufmerksamkeit.

Doch ich hatte wenig Zeit für’s Jauche ansetzen, biologisch gehaltene Pferde gab es bei uns hier nicht, ein Freund empfahl mir den Bio-Dünger von Michael Eppinger.

Ich bereitete eine kleine Fläche wie auf der Verpackung angegeben vor, wartete auch nur 2-3 Tage und setzte die Kohl- und Salatreste um und natürlich die Tomaten.

Jeden Tag schaute ich nach, goss sehr achtsam und beobachtete, besonders früh und abends, ob ich Schnecken sah. Eine einzige wagte sich in das neue Pflanzgebiet.

Der Kohl erholte sich schnell und die Tomaten wurden riesig und schmeckten vorzüglich!

Zwar platzten einige bei einem heftigen Regen von oben auf, doch nur oberflächlich und weil sie schon (fast) reif waren, nahm ich sie ab und ließ sie nachreifen, was Tomaten – angenehm kühl und dunkel – auch fleißig tun.

Anke Plehn für ein gesundes, artenreiches, naturnahes Umfeld
Dipl.-Ing. Architektin, Baubiologin, Mediatorin und Buchautorin – www.ankeplehn.de

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